Dieser spezielle Sommer

(ja, der Titel ist gleich geblieben)

hat uns in vielen Momenten deutlich unsere Grenzen gezeigt. So haben wir vor lauter Nässe im Boden unsere schönsten Möhren gar nicht ernten können.

Dieses Foto zeigt unser Selleriefeld, von dem wir zwar am Schluß unter heftigen Mühen die Ernte einbringen konnten, das sich aber bis heute nicht davon erholt hat. Wer sich ein bißchen in Bodenkunde auskennt ( und so manch Anderer auch, denke ich), bekommt bei solchen Bildern Magenschmerzen, denn es ist jetzt schon Februar, das Feld sieht immer noch genau so aus, und wir haben keine Ahnung, wann es dann mal wieder möglich sein wird, dort zu pflügen oder gar zu säen.

Dennoch ist natürlich nicht alles schief gegangen, manche Kultur hat gute Erträge gebracht. Ein gutes Beispiel ist unsere neue violette Möhrensorte mit dem vielversprechenden Namen " Purple Elite", dem sie alle Ehre gemacht hat. Da konnten wir nur staunen, wie groß die gewachsen sind. Wobei diese auf dem Foto wahrlich keine Ausnahme war!

Riesige Biomöhre

Ebenso hat sich der Rotkohl bei dem nasskühlen Sommerwetter pudelwohl gefühlt und wir haben Köpfe mit bis zu 6 Kilo!!! Gewicht geerntet. Das folgende Foto gibt vielleicht eine Ahnung, wenn man die Rotkohlköpfe mit denen des Weißkohls in der Kiste dahinter vergleicht, die auch schon recht groß geraten waren.

Im Verkauf sind solche scheinbar grandiosen Erträge durchaus problematisch: wer von euch würde denn im Geschäft für zuhause einen Rotkohl mitnehmen, wenn der kleinste im Angebot so ca 3 kg wiegt? Und außerdem, wer hätte das gedacht: nicht nur unser Rotkohl fand das Wetter toll - das war bei allen Anderen genauso, die Schlußfolgerungen dazu überlassen wir jetzt mal euch ;-).

Riesiger Biorotkohl

Eine weitere Folge des nassen Wetters ist, dass bei der Ernte viel Erde an allen Lagergemüsen kleben bleibt. Manches kann man so einfach nicht einlagern, besonders Zwiebeln müssen ja trocken lagern, sonst verfaulen sie. Also mussten sie vor der Einlagerung noch mal enterdet werden. Da das in den kürzesten Tagen des Jahres stattfand, gab es interessante Bilder von einer scheinbaren Nachtschicht unserer Kollegen. Tatsächlich war es einfach ein später Nachmittag im Dezember.

Zwiebelreinigung Biohof

 

Insgesamt hat die wenn auch beschwerliche, dennoch aber reiche Ernte die Lager mehr als gut gefüllt und wir haben noch für Wochen fast alle unsere Gemüsesorten anzubieten. Auch in unserem Hofladen ist das Regal im Winter immer gut mit vor allem eigenem Gemüse gefüllt.

Bioladen im Auehof

DIE neue Gemüsesorte dieses Sommers war ein roter Spitzkohl. Die Kunden haben den bisher noch etwas vorsichtig beäugt, wir aber haben ihn so oft wie möglich auf dem Speiseplan gehabt, weil er noch zarter und aromatischer schmeckte als der weiße. Und ein Hingucker auf dem Teller ist er allemal.

.roter Biospitzkohl

Weiter stark im Kommen ist die Gelbe Bete. Wer sie einmal probiert hat ist schnell von ihren Qualitäten überzeugt: sie ist süßer und weniger erdig im Geschmack als die Rote Bete ( was besonders Kinder gern mögen) und sie läßt sich mit jedem anderen Gemüse gemeinsam zubereiten, ohne alles zu verfärben, harmoniert geschmacklich mit fast allem und ist sowohl roh als auch gekocht sehr lecker. Und gerade im Winter eine Wohltat: ihr leuchtend warmes Gelb auf dem Teller bringt Sonne in die trübe Jahreszeit.

Heute ist der 2.Februar, noch immer ist es nass und nicht schön winterlich, die Sehnsucht nach Licht wird immer größer. Deshalb beschließe ich diese Aktualisierung mit diesem leuchtenden Bild:

Bio Gelbe Bete

 

 

 

Das krumme Gemüse

Unverändert, weil zeitlos schön: die besonders liebebedürftigen violetten Möhren  neigen dazu, sich inniglich zu umschlingen.

Hier ein Trio, das verschiedene Arten der Liebe zeigt:

 ( v.links nach rechts)

1.Typ "ich liebe dich so, ich laß dich nie wieder los"

2.Typ  "na komm mal her, Kumpel"

3.Typ  "pff, keiner mag mich, dann liebe ich mich eben selber"     ;-))

Krummes Gemüse